18.01.2026 Kyoto, Japan

Kristin holt uns um 8.00 Uhr vom Terminal ab und dann fahren wir mit dem Taxi zum Bahnhof. Von dort geht es mit dem Shinkansen nach Kyoto. Das ist schon ein Ereignis mit diesem Zug zu fahren. Auf die Minute pünktlich und der Bahnsteig ist mit einer Absperrung gesichert, so dass sich niemand vor den Zug werfen kann. Gerhard war ganz fasziniert von der Technik. Der Zug fährt bis zu 300 km/h und man merkt nichts. Kristin hatte die 1. Klasse gebucht und es war sehr bequem. Nach 30 Minuten waren wir schon am Bahnhof in Kyoto angekommen. 

Mit dem Taxi ging es zu dem weltberühmten Fushimi Inari-Taisha-Schrein, einem der ältesten und bekanntesten Shinto-Schreine in Kyoto. Besonders bekannt sind die Allee aus tausenden roten Torii Pfeilern. Da es Sonntag war, war es auch dementsprechend sehr voll. Denn auch viele Japaner besuchen den Schrein am Sonntag, um zu beten. Sehr viel mehr Menschen gehen hier sonntags zum Schrein, als bei uns in die Kirche. 

Nachdem wir uns alles angeschaut und sehr viele Fotos gemacht haben, kauften wir noch Glücksbringer für Gesundheit und sicheres Reisen. Auf dem Rückweg fanden wir eine kleine Teestube. Dort machten wir Pause und tranken den echten japanischen Tee, mit geriebenen Ingwer und Honig. Er schmeckte richtig gut.

Als Nächstes fuhren wir mit dem Taxi zum Nijo-jo Castle. Auch ein UNESCO Weltkulturerbe. Der Taxifahrer erzählte uns, dass es allein in Kyoto 50 Weltkulturerbe Stätten gibt und er 5 Jahre brauchte, um sich alle anzusehen. Ok, soviel Zeit haben wir leider nicht.

Das Nijo-jo Castle ist die ehemalige Kaiservilla und Zeuge der Wechselfälle der Tokugawa Familie und des Wandels der jüngeren japanischen Geschichte. Die Burg wurde 1603 dem Gründer und ersten Shogun erbaut. Der damalige Shogun war der Oberbefehlshaber der Samurai. Bis 1867 herrschte der Edo Shogun. Niko-jo castle war das Symbol der Autorität des Shogun in der damaligen kaiserlichen Hauptstadt Kyoto. 

Im Frühjahr 1868 wurde die politische Autorität an den kaiserlichen Hof zurückgegeben und damit endete die Zeit des Shogun. Es begann die Meiji Zeit und das war der Beginn der Modernisierung Japans. Inzwischen hat der Kaiser ja auch in Tokio sein Schloss, was man aber nicht besichtigen darf.  

Der Film Shogun von 1980 mit Richard Chamberlain wurde dort an den Original Schauplätzen gedreht. Auch in der Netflix Serie von 2024 wurde das Leben des Shogun verfilmt. Im inneren des Nijo-jo Papstes befinden sich über 3600 Wandmalereien, viele ais der Zeit von 1624-1644.  Die Wandmalereien sind wunderschön. Fotografieren darf man sie aber nicht. Da die damaligen Maler nicht wussten, wie Tiger aussehen, haben diese merkwürdige Köpfe. 
Anschließend sind wir noch durch den weitläufigen Park gewandert, der zum Castle gehört. 

Mit dem Taxi ging es dann weiter zum Geisha Viertel. Es sind alles kleine Gassen und alte kleine Häuser. In denen befinden sich Shops oder Restaurants. Wir fanden auch ein Teppanyaki Restaurant. Hier wird alles live direkt vor dem Platz auf einer blanken Kochplatte zubereitet. Wir bestellten wieder ein Kobe Beef Menü. Es hat wieder so super gut geschmeckt. Man kann diesen Geschmack von diesem edlen Fleisch gar nicht beschreiben. 

Danach ging es zurück zum Bahnhof. Dieser Bahnhof ist so riesig und richtig schön. Siehe Fotos. Mit dem Shinkansen ging es zurück nach Kobe und dann mit dem Taxi zurück zum Schiff. Um 20.00 Uhr liefen wir aus Kobe aus. Kristin fuhr ins Hotel und ist am nächsten Tag schon nach Taiwan gepflogen.