01.01.26 Seetag
Wir haben länger geschlafen und später gefrühstückt. Danach einen Platz im Strandkorb gesucht und ausgeruht und gelesen. Um 12.00 Uhr gab es auf dem Pooldeck schon wieder ein Sekt Bufett und leckere Kleinigkeiten zum Essen.
Um 14.00 Uhr kam die Durchsage vom Kapitän, dass wir zwei medizinische Notfälle an Bord haben und wir zurück fahren müssen nach Honolulu. Da wir schon 12 Stunden von Honolulu weg sind, müssen wir jetzt wieder 12 Stunden zurück. Ob wir Busan in Korea dann noch schaffen, sagt er uns, wenn er mehr weiß.
Um 18.00 Uhr sind wir ins Rossini zum Abendessen gegangen. Hat alles gut geschmeckt und hinterher noch in die Aida Bar zum Quatschen mit anderen Gästen.
Wir haben wieder einen neuen Gastkünstler an Bord. Dieses Mal wieder ein Magier Daniel Bornhäusser.
Um 2.30 Uhr sind wir wieder im Hafen von Honolulu. Es standen schon zwei Krankenwagen bereit und es ging alles ganz schnell. Allerdings gibt es Gäste, die vom Balkon alles gefilmt und fotografiert haben und am Morgen stand schon wieder alles in den sozialen Medien. Aber es gibt ja im Moment auf der Welt soviele andere Katastrophen, so dass wir dieses Mal nicht in der Bild Zeitung gelandet sind.
02.01.26 Seetag
Der Kapitän hat alle drei Maschinen angeschmissen und wir laufen. It Höchstgeschwindigkeit 21 kn gleich 40 km/h Richtung Korea. Das merkt man natürlich und die Wellenbewegung ist etwas heftiger als sonst. Das Wetter ist immer noch schön. 23-26 Grad. Wir haben den Tag zum Ausruhen und Lesen genutzt. Abends konnten wir noch auf der Terrasse im Yachtclub sitzen. Es war gar nicht kalt und wir haben uns nett mit Mitreisenden unterhalten.
03.01.26 Seetag
Wir mussten wieder eine Stunde zurückstellen und sind jetzt 12 Stunden hinter Deutschland. Um 0.00 Uhr heute machen wir den Datumssprung. Das heißt der 4.1.26 entfällt und dann ist morgen schon der 5.1.26. Dann sind wir nicht mehr 12 Stunden zurück, sondern 12 Stunden vor Deutschland. Also wenn es hier am 5.1.26 1.00 Uhr nachts ist, ist es in Deutschland erst 13.00 Uhr am 5.1.26.
Einige Gäste haben sich schon wieder darüber aufgeregt, dass wir den 4.1. ja bezahlt haben und dann wurde schon ausgerechnet, was Aida uns erstatten müsste.
Am Vormittag hatten wir das große Glück mal einen von den großen Körbchen auf dem Pooldeck zu ergattern. Davon gibt es nur 6 Stück. Das war so schön gemütlich und ich konnte den Bericht schreiben und dabei aufs Meer schauen. Die Sonne schien auch so schön und wir hatten 26 Grad. Leider hat es um 13.00 Uhr angefangen zu schütten und so mussten wir schnell zurück in die Kabine. Gerhard liest ein spannenden Buch von Fitzeck, die Playlist. Ich hab es gestern fertig gelesen und es ist sehr spannend. Die Bücher kann man sich hier ausleihen.
5.1.26 26. Seetag
Unser zweiter Wellnesstag von dem Paket, dass ich von zu Hause vorgebucht habe. Das Wetter war herrlich und deshalb haben wir uns die Liegen auf der Aussenterrasse genommen. Die Sonne schien den ganzen Tag und es war sehr schön warm. Ideal zum Ausruhen nach den vielen Eindrücken und Erlebnissen auf Hawaii.
Am Abend teilte uns unser Routenoffizier mit, dass wir die Route ändern müssen. Die ursprüngliche Route würde genau in ein Unwetter führen und das nicht gut aus. Also müssen wir weiter südlich fahren um Japan herum. Eigentlich sollten wir die Kammon Straße (Meerenge) fahren, das geht jetzt nicht mehr.
Das werden wir dann aber von Busan nach Tokio am 13.1.26 erleben.
6.1.26 27. Seetag
Wir mussten dringend zum Friseur. 8 Wochen sind rum und die Haare lang. Außerdem brauchte ich neue Farbe. Die Farbe hab ich von zu Hause mitgebracht. Das war auch gut so, da hier an Bord nicht alles vorrätig ist. Hat alles gut geklappt und die Friseure hier sind sehr nett.
Danach war Wäsche waschen angesagt. Kein Problem, zwei Maschinen waren frei.
Mittags gab es auf dem Pooldeck kleine Snacks.
Abends waren wir dann noch einmal im East Fusion Restaurant. Dort kann man als Menü Pekingente essen, wenn man möchte. Wir wollten aber lieber Sushi. Hat alles gut geschmeckt. Siehe Fotos.
7.1.26 28. Seetag
Das Wetter ist immer noch traumhaft schön und auf Deck 14 war ein schönes Körbchen frei. Das ist genau das richtige zum Relaxen und Lesen. Leider fing es um 13.00 Uhr heftig an zu regnen. So doll, dass wir pitschnass in der Kabine ankamen. Schade.
Im Theatrium stellte unser Lektor Ingo Bauerfeind uns Korea vor. Wir erfuhren viel Wissenswertes über das für uns noch unbekannte Land.
8.1.26 29. Seetag
Es wird merklich kühler und die See unruhiger. Leider kann man jetzt nicht mehr zum Abendessen auf die Terrasse des Yachtclubs.
Am Nachmittag waren wir im Ocean Club mit weiteren Passagieren, die die Weltreise 2010/2020 gefahren sind. Ein Mitreisender hatte einen zweistündigen Reisefilm von dieser Reise zusammengestellt. Der wurde uns auf der großen Leinwand gezeigt und weckte damit viele schöne Erinnerungen.
9.1.26 30. Seetag
In der Nacht hohe Wellen, Windstärke 7. um 11.00 Uhr zweiter Vortrag über Korea. Mittags gab es in der Almhütte Schnitzel in allen Variationen und jede Menge Beilagen. Abends eine tolle Show von Gästen für Gäste. Den Mut muss man erst einmal haben. Es gab ein Casting vorher. Die 10 besten durften ihre Lieder präsentieren und das Publikum durfte abstimmen. Es wurde viel gelacht und hat richtig Spaß gemacht.
10.1.26 31. Seetag
Nachts um 4.30 Uhr Kursänderung. Um 8.00 Uhr informierte uns der Kapitän, dass wir einen Notfall an Bord haben und wir eine kleine japanische Insel ansteuern müssen, damit von dort der Hubschrauber kommen kann. Die Insel hat 7000 Einwohner, aber kein Krankenhaus. Gott sei Dank aber einen Airport. Der Arzt mit dem medizinischen Equipment kam dann mit dem Jet aus Tokio angeflogen und landete auf der Insel. Stieg dann in den Hubschrauber und holte den Patienten vom Pooldeck mit der Winde ab. Dann mit dem Hubschrauber zurück zur Insel. Dann ging’s wieder mit dem Jet nach Tokio. Das Ganze hat fast 6 Stunden gedauert. Die Außenbereiche waren alle voll gesperrt und der Kapitän hat darum gebeten, dass alle während des Einsatzes in den Kabinen bleiben sollen. Er hat auch an den Verstand appelliert und darum gebeten, dass bitte keine Fotos gemacht werden sollen. Nicht wie in Honolulu wo alles fotografiert wurde. Ausschiffung und Krankenwagen.
Danach hat der Kapitän und seine Mannschaft alle 4 Maschinen angeschmissen und es geht mit Vollgas ca. 22kn nach Korea.
Nachdem das Pooldeck wieder geöffnet wurde, sind wir auf Deck 14 ins Körbchen. Frische Luft tat gut. Der Wind kam von vorne und es sehr sehr windig. Aber im Körbchen saß man geschützt.
Abends in der Prime Time hat uns der Kapitän noch einmal alles erklärt zu dieser Notausschiffung. Das musste nachts ja alles mit den japanischen Behörden abgeklärt werden. Er sagte, die sprechen kein Englisch. Er ist fast verzweifelt und hat es mit dem Google Übersetzer probiert. Aber keine Chance. Es klappte nicht. Er hat dann Rostock und Miami eingeschaltet. Die haben dann den Agenten in Tokio alarmiert und dann konnte alles geklärt werden und es hat ja dann auch Gott sei Dank alles geklappt.
11.1.26 32. Seetag
Hoher Seegang und nur noch 4 Grad. Vormittags gab es eine Fragestunde. Der Proviantmeister, der Küchenchef, der Food und Beverage Manager und Direktor stellten sich den Fragen der Gäste. Die haben uns aber auch gezeigt, wie viele tolle Sachen sie schon für uns gemacht haben und was wir schon alles gegessen und getrunken haben.
Am Nachmittag gab es die Einreise Informationen für Busan und Tokio. Alles ein bisschen kompliziert und man muss wieder viel Geduld haben. Reisepässe müssen dieses mal mitgenommen werden und es dauert alles etwas länger. In Busan kann es bis zu einer Stunde dauern. In Tokio können wir mit 3 Stunden rechnen. Suiten Gäste und Aida Ausflugsgäste dürfen zuerst raus. Dann geht es wieder nach Gruppen.
Durch die Notfälle kommen wir ja nicht am 11.1. wie geplant sondern erst am 12.1.26 an. In Busan warten 15 Container auf uns. Die Crew darf das Schiff nicht verlassen. Jede Hand wird gebraucht. Denn der Inhalt der 15 Container muss ja auch an die richtigen Stellen gebracht werden. Außerdem muss das Schiff wieder vollgetankt werden. Die 4 Maschinen unter Volllast schlucken viel Diesel.